Zeitung in der Schule

Ausgerechnet die Klasse 3e EMOS Brunnmatt ist von der baz ausgewählt worden, einen Bericht über Regierungsrat Dr. Christoph Eymann zu schreiben. Die Klasse hat sich in der “Höhle des Schullöwen” offensichtlich von den “vielen hellen Fenstern” des Konferenzzimmers besonders beeindrucken lassen. Dass die jungen Journalistinnen und Jornalisten dem begnadeten Kommunikator Dr. Christoph Eymann kaum das Wasser reichen konnten, zeigt der etwas naive Beitrag einer Schülerin zum Thema “Aggressive Eltern”. Die Schülerin schreibt wörtlich:

“Christoph Eymann hat vor allem Mühe mit aggressiven Eltern, die sich beschweren. Für sachliche Kritik hat er volles Verständnis. Aber es gefällt ihm nicht, wenn er beleidigende und unsachliche Beschwerden lesen muss.”

An dieser Stelle hätte die junge Journalistin knallhart nachfragen, oder zumindest im Internet recherchieren sollen. Obwohl die Schülerin von Dr. Christoph Eymann gehörig instrumentalisiert worden ist, dürfte sie mit ihrem Beitrag als zukünftige Verlautbarungsjournalistin bei der baz aber grosse Chancen haben. Keine Chancen für eine Anstellung bei der baz dürfte die junge Journalistin haben, die mit ihrer investigativen Berichterstattung “das totale Chaos im Arbeitsraum” von Dr. Christoph Eymann kritisch beleuchtet hat. Natürlich hätte sie zum Thema “Chaos” auch die aktuelle Lage in der Basler Schullandschaft kritisch unter die Lupe nehmen dürfen, aber bei einem derart grossen Angebot an “Bananen, Äpfeln, Silserli, Orangensaft, Apfelsaft und Wasser” gehen auch den professionellen baz-Journalistinnen und Journalisten häufig die kritischen Fragen aus.

Besonders aufschlussreich ist der Beitrag “Für das habe ich keine Zeit”. Die meisten Passanten wollten sich zum Thema “Eymann” nicht äussern, oder gaben an, ihn nicht zu kennen. Dass es gefährlich ist, sich kritisch zu Dr. Christoph Eymann zu äussern, musste bekanntlich auch Lehrer H. am eigenen Leib erfahren.

Interessant ist der Hinweis Eymanns, sein Vorbild sei der verschwundene Schweizer Menschenrechtaktivist und Regenwaldschützer Bruno Manser. Bruno Manser hat für eine gerechte Sache gekämpft. Auch Lehrer H. hat immer für Freiheit und Demokratie gekämpft. Beide sind unter mysteriösen Umständen verschwunden. Allerdings war Dr. Christoph Eymann am Verschwinden von Lehrer H. massgeblich beteiligt.

Fazit: Dr. Christoph Eymann instrumentalisiert ausgerechnet die ehemalige Klasse von Lehrer H. für seine eigenen Propagandazwecke. Ob es ihm mit dieser Machtdemonstration gelingen wird, die Wählerinnen- und Wählerstimmen im kommenden Herbst auf seine Seite zu ziehen, ist fraglich.

One Response to “Zeitung in der Schule”

  1. Egon Stein says:

    Ihre batz-Befragung und Ihren Kommentar vom 20.04.08 habe ich gelesen.Nichts anderes habe ich erwartet und finde bestätigt was ich bereits geschrieben habe.Das sind nicht meine Weisheiten, sondern Erkenntnisse die ich nur ,
    wiedergebe um Denkanstösse zu geben.Schliess- lich profitieren die Verwaltungsbesoldeten von der vernetzten technischen und vor allem Men-
    schen-Infrastruktur die ihnen loyal zur Erhal-
    tung ihrer Stelle, zur verfügung stehen! Würden
    wir, im subjektiven Interesse,anders handeln???
    Ich verstehe das alles; jedem sitzt das eigene
    Hemd am nächsten!!! Nur, ich akzeptiere das nicht und fühle mich mit dieser Haltung,in mei- ner Selbstachtung bestärkt,weil das gesunde Gerechtigkeitsempfinden die physische und psychische Kraft mobilisiert,dagegen anzugehen um mich psychologisch nicht selbst der Erpres-
    sung schuldig zu machen! Über die in Ihrem Ge-
    spräch erkennbaren Zweifel, unterschiedlicher Wahrnehmung zur Wahrheitsfindung; sei folgendes festgehalten.>König Salomon sagte,jeder Mensch
    hat von seinem Standpunkt aus Recht,das heisst, es gibt so viele Wahrheiten,wie es Menschen gibt.< Denken ist Probehandeln in der Vorstellung; zwei Menschen sehen die glei-
    che Farbe völlig anders,weil sie eine andere Wahrnehmung(Geistesschwingung) haben auf der Grundlage ihrer psychisch/physischen Verfas- sung aus der eine andere Resonaz resultiert!!
    Deshalb: Wahrheit,Recht und Gerechtigkeit sind subjektive Betreffnisse, mit der Konsequenz, dass der Stärkere bestimmt was Recht ist;
    weil er das mit dem Machtmonopol durchsetzen
    kann! Nur,dann kann man den Rechthaber(Richter) widerlegen mit der Forderung nach dem Wahrheits-beweis! Vor diesem Kerngehalt wird er kapitu- lieren müssen!! Dass ist öffentlich auszuschlachten!! Egon Stein,Hauptstrasse 45, 6045 Meggen, http://www.egonn.de http://www.niest.de >steinegon@gmail.com< >egon-stein@sunrise.ch<

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